n-Abhängigkeit der Energiewerte

Die Methode, bei der das Coulomb-Potential durch ein geeignet angepasstes Kastenpotential ersetzt wird, liefert die korrekte n-Abhängigkeit der Wasserstoff-Energiewerte: E_{ges} \sim -1/n^2.

Dabei stellt sich eine Frage: Die Energiewerte des (gewöhnlichen) Potentialtopfs sind proportional zu n^2 (vgl. Gleichung (2) im Haupttext). Wie kann ein Potentialtopf-Modell dann eine Energieabhängigkeit von 1/n^2 liefern?

Antwort: Die Parameter des Potentialtopfs (R und W_0) enthalten selbst die Energie E_{ges} (vgl. Gleichung (1) im Haupttext). Setzt man diese energieabhängigen Parameter in die Energieformel (2) ein, so steht E_{ges} auf beiden Seiten der Gleichung. Löst man die Gleichung nach E_{ges} auf, kann sich dabei eine andere n-Abhängigkeit ergeben als die ursprüngliche E \sim n^2 – und genau das passiert hier.

Dieser Aspekt des vorgestellten Verfahrens ist etwas schwer zu durchschauen: Im Grunde wird zu jedem Wert von E_{ges} ein anderer Potentialtopf angepasst.

Zurück zur Kapitelübersicht.